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Das Kloster

Das Alte Kloster, das historische Herz von Malmedy

Bereits ab dem 7. Jahrhundert war Malmedy Sitz eines bedeutenden Benediktiner-Klosters, um das herum sich die Stadt erst entwickelt hat.

Das Kloster wurde schon von einer Vielzahl an Beschädigungen und Umwandlungen betroffen: Durch verheerende Überfälle von Normannen und Ungarn im 9. und 10. Jahrhundert sowie durch zahlreiche Brände, darunter die schwerwiegendsten in den Jahren 1521, 1689 und 1782, wurde das Gebäude ganz oder teilweise zerstört.

Die verschiedenen Bauphasen des Gebäudes wurden dank einiger Archivdokumente und der kürzlich von der „Association pour la Promotion de l’Archéologie de Stavelot et de la Région liégeoise“ (Gesellschaft zur Förderung der Archäologie in Stavelot und der Region Lüttich) durchgeführten archäologischen Ausgrabungen zu Tage gefördert: im Jahr 1708 (Datierung an der Westfassade) Wiederaufbau des Klosters nach der 1689 erfolgten Plünderung der Stadt durch die französischen Truppen, die die Kirche und die Klostergebäude zerstörten; im Jahr 1782 Wiederaufbau eines Teils des Ostflügels (nach einem Feuer im Abteiviertel), der ein zweites Viereck direkt am Südflügel bildete; im 19. Jahrhundert zwei Ausbauphasen von Gefängnissen im Nordflügel. Die Einrichtung eines Gymnasiums und einer Mittelschule führt ab 1920 zu einem radikalen Wandel der Gebäude.
Nach 1985 schließlich, infolge des Ankaufs des Klosters durch die Stadt, fanden noch weitere Umbauten statt.

Der Westflügel des Klosters wurde ebenso wie der Kapitelsaal kurz vor Weihnachten 1944 bei der Bombardierung der Stadt durch amerikanische Flugzeuge zerstört.

Ein Teil des Gebäudes, welches mithilfe der Finanzierung durch das Ministerium der Wallonischen Region und das Generalkommissariat für Tourismus restauriert wurde, ist seit 2005 für die Öffentlichkeit zugänglich und demonstriert seine neue Bestimmung mit der Domschatzkammer, einer Ausstellungsfläche, dem Papier- und dem Karnevalsmuseum sowie bald auch dem Ausbau des Dachgeschosses.

Wenn das Kloster inzwischen auch sein ursprüngliches Aussehen verloren hat – die Nüchternheit und Einfachheit des Ortes sorgt für einen zeitlosen Rahmen und die meisterhaft proportionierte Architektur lädt zur Andacht und Meditation ein.

 

Kontakt und Infos

Imelda HEUSCHEN
Place du Châtelet, 10
4960 Malmedy
080 / 685 536
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