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Empfang Tourismus Die umliegenden Dörfer Mont - Xhoffraix - Longfaye

Mont - Xhoffraix - Longfaye

Die Dörfer Mont, Xhoffraix und Longfaye erreichen Sie über die Serpentinenstraße, die Malmedy mit Eupen verbindet.
Die Pfarrgemeinde Xhoffraix verdankt ihre Existenz dem Konkordat zwischen Napoleon und Papst Pius VII. aus dem Jahr 1803. Renier de Brialmont, ein wohlhabender Mönch und Propst der Abtei in Malmedy, ließ 1484 auf eigene Kosten die erste Kapelle errichten. 1843 wurde diese inzwischen überalterte Kapelle dann durch eine neue, dem Hl. Hubertus geweihte Kirche ersetzt. Die gegenwärtige Kirche stammt aus dem Jahr 1970.

Von dem Dutzend Pfarrern, die bereits in Xhoffraix einander abgelöst haben, hat vor allem der Pfarrer Beckmann eine besondere Verbundenheit mit seiner Pfarrgemeinde demonstriert. Er verdient es auch, als einer ihrer größten Wohltäter betrachtet zu werden. Unermüdlicher Arbeiter, der er war, gründete er zu seiner Zeit eine landwirtschaftliche Kooperative, eine Molkerei und ein Postbüro, und er organisierte außerdem die Wasserversorgung in allen drei Dörfern. Er verschied 1951 im Alter von 89 Jahren im Hospiz in Weismes.

Es gibt jedoch auch noch weitere Persönlichkeiten, die berühmt wurden und mit Xhoffraix in Verbindung gebracht werden, wie zum Beispiel Marie Solheid, die Venn-Braut. Marie, eine Dienerin in Jalhay, erfährt am Samstag, dem 21. Januar 1871, dass die Papiere, die sie für ihre Hochzeit mit François Reiff benötigt, endlich in Xhoffraix angekommen sind. Es herrschen Schnee, Kälte und Wind, doch das junge Paar beschließt, den Elementen zu trotzen, und begibt sich nach Xhoffraix. Doch der Schnee und der Sturm sind stärker als ihre Kühnheit. Marie stirbt vor Erschöpfung an dem Ort, an dem ihr Weg die Vecquée kreuzt, in der Nähe des Grenzsteins BP 151. François stirbt ein Stückchen weiter weg, auf dem Weg nach Baraque Michel.

Der 1891 in Lüttich geborene Léon Rinquet, auch Négus genannt, Träger eines Doktortitels in Physik und Mathematik, fühlt sich auf seiner Suche nach Einsamkeit unweigerlich von den rauen und strengen Landstrichen unseres Hochplateaus angezogen. Er lässt sich im Freneu-Venn in einer Torfhütte nieder und beschließt, dort einen Unterschlupf in der Form einer russischen Isba (Holzhütte) zu errichten. Dieses Refugium wird Stück für Stück zuerst von einem Gewitter und dann von den deutschen Truppen zerstört. Léon Rinquet hat auf dem Friedhof von Xhoffraix seine letzte Ruhe gefunden.

Die Landschaft der drei Dörfer Mont, Xhoffraix und Longfaye zeichnet sich besonders durch ihre Vielfältigkeit aus. Umringt von tiefen Tälern, in denen die Warche, der Bayhon- und der Trôs-Marêt-Bach fließen, setzt sich die Hochebene aus vielen grünen Wiesen zusammen. Diese grünen Flächen grenzen immer wieder zu allen Seiten an Wälder, durch die sich wiederum oft feuchtes und torfhaltiges Heideland zieht.

Da die landwirtschaftliche Aktivität zurückgegangen ist, wurden viele Wohnsitze und alte Bauernhöfe mit dem Ziel umgewandelt, dort die immer zahlreicher werdenden Touristen beherbergen zu können. Diese werden dabei ganz besonders die vielen Möglichkeiten für attraktive Spaziergänge in der Umgebung schätzen, ebenso wie den freundlichen Empfang durch die Anwohner, das Niveau der lokalen Küche und die Nähe zur Stadt Malmedy.
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