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Malmedy heute

Im Jahr 1977 wird die Gemeinde Malmedy mit denen von Bévercé und Bellevaux-Ligneuville zusammengelegt, wodurch sich die Einwohnerzahl zu dem Zeitpunkt von 6.300 auf 10.000 erhöht.
All die für Grenzgebiete typischen kulturellen Umwälzungen im Laufe der Geschichte ihrer Stadt haben die Bevölkerung Malmedys einen ganz besonderen Charakter entwickeln lassen, dessen Geist man eigentlich nur wirklich erfassen kann, wenn man sehr stark am alltäglichen Leben teilhat. Trotz all der Veränderungen in ihrem Umfeld scheinen die Malmedyer die Eigenschaften behalten zu haben, die ihnen ein englischer Chemiker im 18. Jahrhundert schon in folgenden Worten zusprach: „Die Einwohner von Malmedy sind ehrlich, geschickt, reich, freundlich, gesellig und taktvoll gegenüber Fremden.“

Darüber hinaus verfügt die Bevölkerung auch über eine überaus musikalische Ader. Mit seinen heute etwa 12.000 Einwohnern zählt Malmedy stolze 7 Männerchöre, 2 lyrische Ensembles, 4 Blaskapellen, 1 Akkordeonklub, 1 Mandolinenklub … und nicht zu vergessen, eine äußerst aktive Musikakademie. Stolz auf ihre wallonische Sprache und ihre typische Folklore, verpassen die feierfreudigen Malmedyer nie eine Gelegenheit, um sich bei einem gemeinsamen Fest zu versammeln. Neben dem berühmten „Cwarmê“ (Karneval) feiern die Einwohner von Malmedy auch „St. Jean d’été“ (Umzug des Heiligen Johannes), „St. Pierre“ (Sankt-Peter-Kirmes), „St. Géréon“ (Wallonisch: „Tribodlèdje“) und ebenso „St. Martin“ (Sankt-Martins-Fest, oder auf Wallonisch: „Evêuyes“). Zu all diesen Festen gesellt sich am 21. Juli dann noch ein unvergleichlicher Nationalfeiertag, auch „La Vraie Fête“ (das Fest der Feste) genannt, oder auch speziellere Feste wie „Heye dès Rwès“ (Dreikönigstag).
Die „Cush'nées“ (Kartoffelernte) und der „Jahrgang“, ein Wort das im Wallonischen von Malmedy ganz speziell für Klassentreffen steht, sind weitere Gelegenheiten für gesellige Zusammenkünfte in Malmedy. Was auch immer der Grund für eine Feier sein mag, kein echtes Fest darf in Malmedy ohne „rimê è wallon" auskommen, also ohne eine Rede oder Gedichte auf Wallonisch.
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