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Geschichte des Cwarmê

Das Wort Cwarmê stammt aus der wallonischen Sprache und steht in Malmedy für die Karnevalszeit, die am Fetten Dienstag um Mitternacht endet. Die Narrenzeit dauert 4 Tage: von Samstagmittag bis zum Fetten Dienstag.

Gefeiert wird der Cwarmê in Malmedy seit mehreren Jahrhunderten. Ein historisches Dokument, das vom 25. Juni 1459 datiert, nimmt Bezug auf den Montag und den Dienstag des „QUARMAE“. Dieser wurde also schon im genannten Jahr, aber mit Sicherheit auch schon viel früher gefeiert.

Die vier Karnevalstage werden auch die „grandès-haguètes“(große Haguètes) genannt, im Gegensatz zu den „p’titès-haguètes“ (kleine Haguètes), die die vier vorhergehenden „Fetten Donnerstagen“ bezeichnen. Schon im Jahr 1666 fanden die Fetten Donnerstage statt; ein Unglück wird aus jenem Jahr überliefert: Ein junges Mädchen, dessen Leinenkostüm Feuer fing, ist urkundliches Zeugnis der Maskierungstradition. Anno 1695 wurde unter der Herrschaft der Fürstäbte zum ersten Mal der Karneval untersagt, und dies geschah noch viele weitere Male im 18. und im 19. Jahrhundert. Die Malmedyer aber ließen sich nicht einschüchtern und feierten fleißig weiter.

Im 20. Jahrhundert wurden die närrischen Tage nur in den Kriegsjahren verboten; 1962 war das närrische Treiben wegen einer Pockenepidemie untersagt worden.

Dank der Hartnäckigkeit der Malmedyer Bevölkerung konnte die Tradition des Cwarmê also über Jahrhunderte hinweg aufrechterhalten werden.

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